Schule als Lern- und Lebensraum

Starre Unterrichtsformen weichen der flexiblen Methodenvielfalt.
Das selbstgesteuerte Lernen bringt Begriffe wie Autonomie und eigenständige Arbeitsorganisation ins Spiel. „Wir wollen mehr Pädagogik wagen“, könnte man in Anlehnung an das berühmte Zitat zu Protokoll geben.
Aber wer A sagt, darf das B nicht verschlucken: Die Einrichtung folgt der Konzeption.
Am besten denkt man nicht mehr in Klassenzimmer-Kategorien, sondern gleich in ganzen Gebäudekomplexen.



Schülerbüro – Raum fürs Ich

Je weiter sich die Schule zu einer Ganztagseinrichtung entwickelt, umso dringender muss der Einzelne seine Privatsphäre neu erfinden.
Persönlich zugewiesene Caddys – am besten mit Namensschild – übertragen ein Stückchen vom eigenen Zimmer in den Klassenraum.
Das eindeutige Signal lautet: „Meins!“
Viele Eltern nutzen ähnliche Container.
Denn selbst Großraumbüros schaffen trotz aller Offenheit immer etwas Platz für Individualität.



Marktplatz – Andere und sich selbst finden

„Hier geht es zu wie auf dem Marktplatz.“
Gut so! Denn im Stadtzentrum gibt es Austausch, Diskussion und Miteinander. Kurzum: Hier finden Menschen zueinander, hier pulsiert das Leben.
Der Schul-Marktplatz dient keinem monoton-eindimensionalen Verwendungszweck. Vielmehr steht er offen für Veranstaltungen jeder Art: Gruppen- und Einzelunterricht, Freizeit, Elterngespräche, Dialoge unter Lehrerkollegen. Und so weiter.



Selbstgesteuertes Lernen in Lernetagen